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Tradition trifft Innovation - Candulor Prothetik Day am 5. Mai 2012 in Friedrichshafen

Friedrichshafen, 5. Mai 2012: Das Erbe Dornier spiegelt Zukunftsvisionen wider. Auch heute sind Unternehmergeist, Kreativität und Weitsicht die wichtigsten Motoren für wissenschaftlichen Fortschritt. Diese geschichtsträchtige Umgebung des Dornier Museum in Friedrichshafen bildete den Rahmen des 7. Candulor Prothetik Events.

Über 130 Teilnehmer verzeichnete Candulor auf seiner Fortbildungsveranstaltung Anfang Mai 2012. Der Tag begann mit einer einstündigen Führung durch 100 Jahre spannende Luft- und Raumfahrtgeschichte. Dabei wurden unter anderem ungewöhnliche Exponate und die aussergewöhnliche Architektur bewundert. Im Anschluss an die Begrüssung durch Max Sturm
(CEO Candulor) nahm Michael Hammer (Geschäftsleiter Candulor Dental GmbH) zusammen mit ausgewählten Referenten die Teilnehmer mit auf einen kurzweiligen Flug durch die Welt der Prothetik.

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Die Reise startete mit ZTM/ZA Daniel Hellmann und führte uns durch das craniomandibuläre System. Rasch wurde klar, dass Okklusion mehr ist als nur der Kontakt von Oberkiefer zu Unterkiefer. Viele Koppelungen des stomatognathen Systems haben Einfluss auf die gesamte Motorik und machen einen hysiologischen Sinn. Nun folgte zwangsläufig die Schlussfolgerung, dass Asymmetrien im Kiefer eine neuromuskuläre Kettenreaktion auslösen könnten und somit therapiebedürftig sind…ein Mythos? Wissenschaftlich bewiesen ist dies bis heute laut Herrn Hellman nicht, jedoch ist eine Koexistenz möglich, da Fehlstellungen im Körper statistisch gesehen eher die Regel als eine krankhafte Ausnahme darstellen.

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Zähne sind Sinnesorgane, was bei Rekonstruktionen gerne vergessen wird. Denn auch der rekonstruierte Zahn hat eine Funktion zu übernehmen und darf zu keinem Störfaktor werden. Das habituelle Registrat ist für ZTM Bruno Jahn die perfekte Dokumentationsgrundlage und Lösung dieses Problems. Durch Registrierprotokolle kann er jede Veränderung am Zahn und darauf folgende Störfelder erkennen und beseitigen. Die Vorteile eines solchen Konzeptes liegen klar auf der Hand, denn der Output sind grössere Patientenzufriedenheit, geringere Komplikationen, Zeit-und Kostenersparnisse sowie Imagegewinn bei Kunden.

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Dr. Holger Gloerfeld führte uns in die Welt der Ganzheitlichen Zahnmedizin, welche kritisch hinterfragt wurde, zumal meist Teilaspekte aus "ganzheitlichen Konzepten" angewendet werden. Die wissenschaftlich basierenden Erfahrungen der Schulmedizin werden plötzlich negativ gewertet obwohl Komplementärmedizin als "Ergänzung" verstanden werden kann. Das Konzept "75+" der Universität Marburg ist eine Umsetzung der Zusammenführung dieser unterschiedlichen Behandlungsmethoden. Konkret wird unter Berücksichtigung von Körper, Geist und Seele durch Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse vorgegangen. Alle Massnahmen sind prospektiv orientiert und lebensbegleitend, strukturerhaltend und minimal invasiv ausgerichtet. Künstlicher Zahnersatz für diese Altersgruppe muss hygienefähig sein und einfach erweiterbar.

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Für Dr. Andi Schick und ZTM Bernd May ist die Totalprothetik heute noch die Königsdisziplin in der Zahnmedizin, da sie die Planungsgrundlage und das Basiswissen für alle modernen Versorgungen bildet. Die unglaubliche Symbiose dieses Referententeams faszinierte das Auditorium von Anfang an und bewies, dass geografische Nähe heutzutage nur mehr Nebensache ist. Präsentiert wurde ein sehr interessanter Patientenfall von der Anamnese bis zur Nachsorge. Viel spannender jedoch waren die hohe Qualität der Arbeitsabläufe, die Art der Kommunikation und die Selbstdisziplin jedes Einzelnen, wobei der Patient ebenfalls ein gleichwertiger Teil dieser Teamarbeit ist.

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Digitale Zahntechnik als Unterstützung und mehr Effizienz durch virtuelle 3D-Konstruktionen, Prozessoptimierung und ständige Reproduzierbarkeit ist derzeit in aller Munde. ZTM Björn Maier zeigte auf, was die aktuell am Markt erhältlichen Systeme leisten können und wo diese sinnvoll einzusetzen sind. Die Investition in ein solches System bringt viele Vorteile, wie z.B. bessere Planung und Vorhersagbarkeit, Reproduzierbarkeit, bessere Patientenaufklärung und Qualitätssicherung. Zusätzlich ist der Einsatz von Materialien äusserst effizient. Somit ist diese Technologie als Hilfestellung zu betrachten, die den Menschen hinter der Maschine nicht ersetzt sondern unterstützt.

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Abschliessend gab Dr. Felix Blankenstein einen Überblick über dentale Kunststoffe und stellte die Anforderungen von Patienten und Zahnmedizinern den Leistungen der verschiedenen Prothesenkunststoffe gegenüber. Durchleuchtet wurden herkömmlich verbreitete Chemoplast-PMMA-Kunststoffe sowie alternative Prothesenbasiskunststoffe wie Thermoplaste und Elastomere im Hinblick auf ihre chemische Zusammensetzung bis hin zum verbleibenden Restmonomergehalt. Die "take-home-message" war eindeutig: Hinterfragen Sie Dogmen nach Beweisen, nehmen Sie Patientenzufriedenheit ernst, setzen Sie elastische Kunststoffe indikationsgerecht ein und fragen Sie beim Hersteller nach den Inhaltsstoffen.

Ein Veranstaltungsteilnehmer ging ganz besonders glücklich nach Hause. Herr Aurelio Botti aus Zürich gewann einen Rundflug mit der legendären Ju 52. Und es traf den Richtigen, denn wir konnten in Erfahrung bringen, dass das Fliegen für Aurelio Botti ein großes Hobby ist.

v.l.n.r.: Michael Hammer, Bruno Jahn, Daniel Hellmann, Dr. Felix Blankenstein, Dr. Andi Schick, Bernd May, Dr. Holger Gloerfeld, Björn Maier, Max Sturm

Das positive Feedback in den Fragebögen bestätigt uns darin, auch für 2013 wieder einen Prothetik Day zu planen. Es erwarten sie wieder Top Referenten mit spannenden Themen an einem außergewöhnlichen Veranstaltungsort. 


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